13.07.2026 - Die Rheinpfalz
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Der Sepp vom Hallplatz: „Ned alles is so geblibb, wies mol war“

Von Edgar Steiger
„Machese nur langsam und gewwe se Owachd, dasse ned hinfalle duun! Wo missese dann so schnell hin?“ Es war beim Spaziergang am Guldenweg, als Michelle, die fleißige Küchenhilfe im nahegelegenen AWO-Seniorenheim, an den anderen Fußgängern vorbeirannte. „Ich muss uff de Bahnhof, ich fahr middem Zuuch!“ Der Bahnhof liegt doch in der Gegenrichtung, dachte der Alte hinter dem Rollator? Nein, nicht für Michelle: Seit einiger Zeit schon gibt es diesen Zughalt in der Nähe des Freibades. Günstig gelegen für Schüler des Hofenfels-Gymnasiums und für die Bundeswehr-Soldaten. Einmal ist man hier selbst ein- und später ausgestiegen.

Inzwischen aber wird die Haltstelle offenbar gut genutzt: „Am Bahnhof steije aa ned meh in un aus!“, bekommt man immer wieder zu hören und kapiert, dass sich „die Stadt verändert hat“, um einen großen Schritt sogar. Es muss nicht immer das Outlet sein, wenn von Veränderungen die Rede ist: Sich nur mal auf dem Kreuzberg umschauen um zu sehen, was sich verändert hat. „Gell, do is das Wasserreserwela!“, sagte der Kleine immer wieder, wenn er das viereckige Sandsteinhäuschen kam, in dem das Wasser aus Beeden durchfloss. „Dess ist guudes Wasser fa die Wäsch“, sagte Mutter immer und war mit dem Wasser aus der Birkhausen nicht zufrieden. Aber die Stadt wuchs und wuchs. Der Behälter aus dem Galgenberg („Geniessen Sie mal die Aussicht!“) ist um einiges größer.

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